Mangelernährung kann entstehen, wenn bei der Ernährung wiederholt Fehler gemacht werden. Dies äußert sich durch:
– Müdigkeit bis hin zu Apathie,
– Muskelschwund,
– Gewichtsverlust (bis zu 15 % des Körpergewichtes),
– Sturz mit Knochenbrüchen,
– geistige Verwirrung,
– Infektionsanfälligkeit,
– Nachlassen der geistigen Leistungsfähigkeit.
Vereinsamung, Missachtung bestimmter Ernährungsrichtlinien, Verarmung und Alkoholkonsum bewirken im Übrigen eine Verschlimmerung des Zustands.

Widerlegung Herkömmlicher Ansichten
– Alte Menschen benötigen viel Nährstoffe und müssen genauso viel Nahrung zu sich nehmen wie Heranwachsende, da die Darmabsorption nachlässt und die Proteinsynthese teilweise gestört ist.

Man sollte auf keinen Fall die Nahrungszufuhr verringern, nur weil man ein gewisses Alter erreicht hat, nicht mehr so aktiv ist und weniger Ansprüche stellt.

Erfolgt die Nahrungseinschränkung durch eine kalorienreduzierte Diät, kommt es zu einem Mangel an Mikronährstoffen.
– Alte Menschen benötigen Proteine und Eisen. Deshalb besteht überhaupt kein Grund, den Verzehr von Fleisch einzuschränken oder sogar ganz zu meiden.
– Entgegen der weit verbreiteten Ansicht sind Eier nicht leberschädigend und Joghurts rufen keinen Kalkmangel hervor. Deshalb sollten diese zwei Lebensmittel bei älteren Menschen auf jeden Fall auf dem Speiseplan stehen.

Es entspricht ebenfalls nicht der Wahrheit, dass Salz die Gefäße verhärtet, Fleisch die Bildung von Harnstoff verursacht und Hülsenfrüchte Blähungen hervorrufen.