Serotonin ist ein Botenstoff, der im Gehirn wirkt. Ein hoher Serotoninspiegel hebt die Stimmung, weshalb man es auch als Glückshormon bezeichnen könnte (Hormone).

Es bildet gewissermaßen das Gegenstück zu Melatonin, jenem körpereigenen Hormon, das den Schlaf-Wach-Rhythmus reguliert. Beide Hormone werden vom Körper selbst aufgebaut. Die so genannte Frühjahrsmüdigkeit oder auch die etwas gedämpfte Stimmung an dunklen Wintertagen haben damit zu tun, dass der Serotoninspiegel in diesen Jahreszeiten sinkt. Es gibt aber ein ganz einfaches Mittel, ihn wieder anzuregen: Bewegung im Freien und der Einfluss von Sonnenlicht steigern den Serotoninspiegel. Und Sonne gibt es auch im Winter.

Bei Menschen, die ihre Tage bequem auf der Couch verbringen, behilft sich der Körper zur Produktion von Serotonin über einen sehr komplizierten Prozess. Er regt den Appetit auf Süßes an. Serotonin wird allerdings nicht aus Zucker gebildet; der Prozess vollzieht sich indirekt:

Beim Essen von Süßigkeiten und Schokolade strömt Insulin ins Blut, wodurch der Zuckerspiegel im Blut reduziert wird. Ein besonderer Eiweißstoff im Körper – das Tryptophan – wandert daraufhin verstärkt ins Gehirn, wo es in Serotonin umgewandelt werden kann. Die Folge ist, dass sich die Stimmung aufhellt. Eigentlich eine wunderbare Mechanik des Körpers, die nur den Nachteil hat, dass hoher Zuckerkonsum ungesund ist und zur Gewichtszunahme führt.