Dabei ist zu unterscheiden, ob die älteren Frauen ihren Lebensabend zu Hause verbringen oder ob sie in einem Heim untergebracht werden.

1. Frauen, die zu Hause leben
Man unterscheidet zwei Gruppen:
– die Frauen, die selbst kochen oder von einem Familienmitglied oder einer Haushaltshilfe mit Essen versorgt werden. In diesem Fall ist die Ernährung einigermaßen gesund und ausgewogen;
– die Frauen, die mit dem Essen vorlieb nehmen müssen, das ihnen ein Lieferservice nach Hause bringt;

Viele dieser Frauen sind häufig verwitwet und fühlen sich einsam und verlassen. Dadurch kommt es zu depressiven Verstimmungen, die sich dahingehend auswirken, dass sie keinen Appetit mehr verspüren und sich von der Außenwelt zurückziehen. Somit entsteht ein Teufelskreis, der zu Bettlägerigkeit führt, wenn nicht rechtzeitig etwas dagegen unternommen wird.

Durch eine übermäßige Einnahme von Medikamenten kommt es im Übrigen häufig zu Appetitlosigkeit, Verdauungsstörungen und in manchen Fällen sogar zu einem Verlust an Mikronährstoffen.

2. Frauen, die in einem Altersheim oder Pflegeheim untergebracht sind
– Im Altersheim bestehen die Vorteile darin, dass das Essen fertig zubereitet ist und gemeinsam eingenommen wird. Voraussetzung ist allerdings, dass sich die Frauen nicht absondern, indem sie auf ihrem Zimmer bleiben.
– Im Pflegeheim kontrollieren Diätetikerinnen das Essen.

Doch in der Realität sieht es nicht so rosig aus, da die betagten Leute generell nur das zu sich nehmen, was sie mögen! Außerdem sind die Mahlzeiten meistens kalt und es fehlt an Personal, das den Frauen behilflich ist, die nicht mehr selbständig essen können. Schließlich wird nicht kontrolliert, ob die alten Leute das Essen überhaupt zu sich genommen haben.

Paradoxerweise kommt es gerade bei den älteren Menschen im Pflegeheim zu deutlichen Mangelerscheinungen, obwohl sie unter Aufsicht stehen und das Essen ständig überprüft wird.