Sämtliche restriktiven Diäten (kalorienreduziert, salzlos, fettlos…) sind für ältere Menschen gefährlich, da sie ein Ungleichgewicht hervorrufen.

In bestimmten Fällen empfiehlt es sich jedoch, Einschränkungen vorzunehmen:
– schwere Störung der Nierenfunktion,
– bedrohlicher Bluthochdruck,
– fortschreitende Koronarerkrankungen,
– schwere Form von Diabetes.
Eine Gewichtsabnahme ist nur in zwei Fällen medizinisch vertretbar:

1. wenn durch das Übergewicht die Bewegungsfreiheit eingeschränkt ist oder die Person aufgrund der Fettleibigkeit ans Bett gefesselt ist; wenn extreme Kurzatmigkeit vorliegt, die mit Atem- und Herzschwäche einhergeht;

2. wenn aufgrund einer Arthrose in den Knie- oder Hüftgelenken eine Prothese eingesetzt werden soll. Abgesehen von diesen Fällen ist es unnötig und fast grausam, ältere Menschen dazu zu veranlassen, eine kalorienreduzierte Diät zu machen, um eine Gewichtsabnahme herbeizuführen.

Wenn die älteren Leute dagegen von sich aus abnehmen möchten, können sie sich nach den Grundprinzipien der Montignac-Methode (Phase II) richten, vorausgesetzt, diese entsprechen einer optimalen Ernährungsweise. Andernfalls müssten die Prinzipien an die besonderen Bedürfnisse der älteren Menschen angepasst werden, insbesondere, was den Bedarf an Nährstoffen betrifft.